Der aktuelle Suchtkrankenhelfer-Lehrgang läuft seit 29.04.2017 in Hannover und endet am 23.09.2018. 

Bei kaum einem anderen Krankheitsbild hat die Selbsthilfe eine so große Bedeutung wie bei der Suchterkrankung. In der Suchtkrankenhilfe sind nicht nur professionelle Helfer gefragt, sondern sie benötigt besonders der Unterstützung und Mitarbeit von ehrenamtlichen Suchtkrankenhelfern/-innen, die in Betrieben, Behörden und Selbsthilfegruppen wichtige Arbeit übernehmen.

Die eigene Betroffenheit und soziales Engagement reichen jedoch nicht aus, um den vielfältigen Aufgaben und Anforderungen gerecht zu werden.

Diese Fortbildung zum/zur ehrenamtlichen Suchtkrankenhelfer/-in soll auf die Praxis als Selbsthilfegruppenleitung vorbereiten. Sie soll die Fähigkeit, in Betrieben oder Behörden beratend tätig zu sein, fördern und Wissen zum Thema Abhängigkeitserkrankung vermitteln.

Die Ausbildung beinhaltet theoretische und praktische Module ebenso wie die Reflektion der eigenen Geschichte und der Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten.

Zielgruppe/Teilnahmevoraussetzung:

  • Teilnehmer/-innen von Suchtselbsthilfegruppen
  • Angehörige von Abhängigkeitserkrankten
  • Ansprechpartner/-innen für Suchtfragen am Arbeitsplatz
  • eigene Abhängigkeit erfordert eine zweijährige Abstinenz
  • Reflektionsfähigkeit
  • Bereitschaft, das eigene Verhalten in der Ausbildungsgruppe gegenüber Suchtkranken zu hinterfragen

 

Ausbildungsinhalte:

1. Wochenende (29.04. – 30.04.2017)

  • Vorstellung der Teilnehmer/-innen/Ausbilderinnen
  • Vorstellung der Ausbildungsreihe/Organisatorisches
  • Lehrgangserwartungen
  • Motivation der Teilnehmer zur Ausbildung
  • Was ist Sucht?
  • Definition der Abhängigkeitserkrankung
  • Erscheinungsformen
  • Konsummuster
  • Krankheitsverläufe - anhand von Fallbespielen wird die soziale, körperliche und persönliche Veränderung eines Abhängigkeitserkrankten besprochen und die be-günstigenden Faktoren für die Entstehung einer solchen erarbeitet.

2. Wochenende (10.06. – 11.06.2017)

  • Abhängigkeiten
  • kleine Stoffkunde/stoffgebundene Abhängigkeiten
  • psych. und physische Abhängigkeit
  • Toleranzentwicklung
  • Suchtgedächtnis
  • Folgeerkrankungen
  • Medikamente als flankierende Maßnahmen zur Behandlung
  • Fallbeispiele

3. Wochenende (29.07. – 30.07.2017)

  • kleine Stoffkunde/nicht stoffgebundene Abhängigkeiten
  • Suchthintergründe
  • ein Leben ohne Konsum?
  • die Hoffnung auf den kontrollierten Konsum
  • Suchtverlagerung
  • Fallbeispiele

4. Wochenende (09.09. – 10.09.2017)

  • Lebenseinstellungen oder wie beeinträchtigt unsere Lebenseinstellung unser Verhalten?
  • Rückfall
  • Rückfallbearbeitung
  • Rückfallprophylaxe
  • was tun, wenn…?
  • Fallbeispiele

5. Wochenende (21.10. – 22.10.2017)

  • Familie und Abhängigkeit
  • Beeinträchtigungen des Familienlebens/der Partnerschaft
  • Co-Abhängigkeit
  • Auswirkungen auf die Kinder
  • Fallbeispiele

6. Wochenende (02.12. – 03.12.2017)

  • Reflektion der eigenen Geschichte
  • Auseinandersetzung mit der eigenen Helfermotivation
  • Grenzen der eigenen Belastbarkeit
  • Fallbeispiele

7. Wochenende (13.01. – 14.01.2018)

  • Selbsthilfe/Prinzipien und Strukturen
  • Fördermöglichkeiten von Selbsthilfe
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Rechtsfragen
  • Grenzen der Selbsthilfe

8. Wochenende (24.02. – 25.02.2018)

  • Betriebliche Suchtkrankenhilfe
  • Fürsorgepflicht
  • Betriebsvereinbarungen

9. Wochenende (07.04. – 08.04.2018)

  • „train the trainer“
  • Aufgaben eines Gesprächsführers
  • Moderation von Gruppen
  • Methodik
  • Strategien
  • Themen für Gruppenabende (Übungen dazu)
  • Empathie
  • eigene Grenzen
  • Hilfe zur Selbsthilfe
  • Umgang mit schwierigen Situationen/Konflikten

10. Wochenende (26.05. – 27.05.2018)

  • Doppeldiagnosen
  • Angst
  • Stress
  • Burnout
  • Depression
  • Anpassungsstörungen
  • Umgang mit Doppeldiagnosen: Erscheinungsformen, Behandlungsweisen, Medika-tion, weiterbehandelnde Einrichtungen
  • an wen kann ich mich wenden?

11. Wochenende (30.06. – 01.07.2018)

  • Selbstreflektion
  • Grundeinstellung zur Sucht
  • Umgang mit der Abhängigkeit
  • Erwartungen
  • Veränderungspotential/Ressourcen

12. Wochenende (11.08. – 12.08.2018)

  • Behandlungsmöglichkeiten
  • Behandlungsverläufe
  • Reha-Maßnahmen, stationäre und ambulante Hilfen
  • Netzwerke und Verbundsysteme
  • Fallbeispiele

13. Wochenende (22.09. – 23.09.2018)

  • Auswertung der Hospitation
  • Reflektion des Ausbildungsprozesses
  • Abschlusscolloquium und Zertifikatverteilung

 

Organisatorisches:

Unterrichtszeiten:

  • Samstag: 09:00 bis 18:00 Uhr
  • Sonntag: 09:00 bis 15:30 Uhr

Referentinnen:

  • Dipl.-Päd. Sabine Bockisch, System. Familientherapeutin, Sozialtherapeutin VDR anerkannt
  • Kornelia Konzel-Rietbrock, Suchttherapeutin VDR anerkannt

Ausbildungsort:

  • Anschrift: VSM Hannover e.V., Harenberger Str. 20, 30453 Hannover
  • Telefon: 05 11 - 70 30 45

Wegbeschreibungen und ggf. Unterkunftsmöglichkeiten für auswärtige Teilnehmer können bei Kornelia Konzel-Rietbrock (Telefon: 05 11 - 210 11 77, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) erfragt werden.

Hier gibt es die Ausschreibung mit Anmeldeformular zum Download

 

Veranstaltungskalender

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